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Ständige Ausstellung

Ständige Ausstellung im Erdgeschoss

Innenansicht EG

Als die Römer kamen

Im ersten Jahrhundert nach Christus besetzten die Römer das Gebiet entlang des Neckars. In Benningen errichteten sie ein Kohortenkastell, das zu einem wichtigen Stützpunkt des sogenannten Neckarlimes wurde. Über 65 Jahre lang waren hier römische Soldaten stationiert. Neben dem Kastell entstand ein ziviles Lagerdorf mit Händlern, Handwerkern, Wirten, Bauern und Angehörigen der Soldaten. Während das Kastell nach dem Abzug der römischen Truppen abgebrochen wurde, blieb das Lagerdorf weiter bestehen. Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte brachten bedeutende römische Artefakte und Gebrauchsgegenstände zu Tage. Eine Auswahl dieser Objekte sowie eine Nachbildung des Kastells sehen Sie in der Römerabteilung des Museums im Adler.

Eine Freilichtanlage im Bereich des Rathauses mit Römerstraße, Weihesteinen und Jupitergigantensäule ergänzt die Ausstellung des Museums.

Einzug der Römer
Einzug der Römer
Röberkastell
Römerkastell

Der Weg über den Neckar

Bereits seit 1618 besaß Benningen eine Neckarbrücke und war daher Station vieler Durchreisender auf ihrem Weg nach Stuttgart. So erbaute Melchior Hirschmann im Jahr 1630 das Gasthaus im Adler, welches als sogenannte Schildwirtschaft Gäste nicht nur verköstigen, sondern auch beherbergen durfte. Über Jahrhunderte hinweg war das Wirtshaus Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Politische Versammlungen und Treffen örtlicher Vereine hatten hier ebenso ihren Platz wie Familienfeiern und Tanzveranstaltungen – hieran erinnert die Ausstellung im Erdgeschoss.

Weltbekannt wurde ein Nachfahr des Melchior Hirschmann: Richard Hirschmann – Erfinder des "Bananensteckers" und Begründer des gleichnamigen radiotechnischen Werks in Esslingen am Neckar. Dokumente aus der Firmengeschichte finden Sie ebenfalls im Erdgeschoss in der sogenannten "Hirschmannstube".

Brücke
Brücke

Ständige Ausstellung im Obergeschoss

Innenansicht OG
Puppenstube
Hausierhändler

Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde

Der für die Gegend typische Weinbau sowie die Landwirtschaft bildeten im 19. Jahrhundert die Lebensgrundlage der Menschen in Benningen und Umgebung. Missernten brachten viele Familien in Existenznot. Der besonders schwierigen Lebenssituation der Frauen widmet sich die Ausstellung "Dienstmädchen – Vom Dorf in die Stadt und zurück". Sehr bedeutsam für die Versorgung der Landbevölkerung mit Waren aller Art war der Verkauf von Gütern durch fahrende Händler. So vielfältig wie ihre Waren gestaltet sich auch die Abteilung zum Hausierhandel im Obergeschoss des Museums: Bekleidung, Haushaltswaren, Luxusgüter und vieles mehr vermitteln ein Bild des damaligen Alltags.

Ab Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Lebens- und Arbeitswelt tiefgreifend. Infolge des Baus der Eisenbahnlinie Marbach-Bietigheim 1876 vollzog sich die Wandlung Benningens zur Gewerbe-, Industrie- und Wohngemeinde des 20. Jahrhunderts.

Bauernhof
Kelter und altes Rathaus
Maschine
Strickmaschine

Weitere Informationen

Öffnungszeiten

Sonntags 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
(an Feiertagen und während der Schulferien ist das Museum geschlossen).
Eintritt frei.

Museum im Adler

Ludwigsburger Straße 9
71726 Benningen am Neckar
Tel.: 07144 13329 oder 07144 906-0
museum-im-adler@gmx.de
Lage im Ortsplan